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Beruf Bausachverständiger: Aufgaben und Qualifikation

Bausachverständige klären, ob ein Gebäude so gebaut wurde, wie es geschuldet war – und wer für Mängel verantwortlich ist. Ihre Feststellungen entscheiden oft über hohe Summen.

Lesezeit: ca. 3 MinutenThema: BerufHerausgeber: expertenbase.de
Bausachverständiger mit Schutzhelm prüft ein Bauteil

Aufgaben

Bausachverständige begleiten Bauherren bei Neubau und Sanierung, nehmen Bauabschnitte ab, begutachten Baumängel und Bauschäden, sichern Beweise vor Gericht und bewerten Sanierungskosten. Häufige Themen sind Feuchtigkeit, Risse, Abdichtung, Wärmedämmung und Schallschutz. Wie das für Bauherren abläuft, zeigt der Ratgeber Baumängel und Bauschäden.

Vorbildung

Typische Wege sind ein Studium der Architektur oder des Bauingenieurwesens oder eine Meisterprüfung in einem Bauhandwerk, jeweils mit langjähriger Berufspraxis. Viele spezialisieren sich auf ein Gewerk – Dach, Fenster, Estrich, Abdichtung – oder auf bauphysikalische Fragen.

Wer bestellt Bausachverständige?

Das hängt vom Sachgebiet ab: Für Schäden an Gebäuden bestellen häufig die Industrie- und Handelskammern oder die Architekten- und Ingenieurkammern. Für handwerksnahe Sachgebiete – etwa das Dachdecker- oder Maurerhandwerk – sind die Handwerkskammern zuständig. Grundlagen im Ratgeber Öffentlich bestellt und vereidigt.

Arbeitsweise

Bausachverständige arbeiten mit Messtechnik: Feuchtemessung, Thermografie, Endoskopie, Rissbreitenmessung, bei Bedarf Bauteilöffnungen. Entscheidend ist die saubere Trennung zwischen Feststellung und Bewertung – und die Unparteilichkeit, wenn beide Seiten das Gutachten akzeptieren sollen.

Spezialisierungen mit Nachfrage

Gefragt sind Fachleute für Feuchte- und Schimmelschäden (siehe Sachverständiger für Schimmel), energetische Sanierung, Bauabnahme für private Bauherren und Beweissicherung vor Bauvorhaben in der Nachbarschaft. Geprüfte Bausachverständige finden Sie im Fachbereich Immobilien & Bau.

Häufige Fragen

Wie wird man Bausachverständiger?

Über ein Studium der Architektur oder des Bauingenieurwesens oder eine Meisterprüfung in einem Bauhandwerk, jeweils mit langjähriger Praxis und Weiterbildung in Gutachtenerstellung.

Wer bestellt Bausachverständige öffentlich?

Je nach Sachgebiet die Industrie- und Handelskammern, die Architekten- und Ingenieurkammern oder für handwerksnahe Sachgebiete die Handwerkskammern.

Welche Messtechnik nutzen Bausachverständige?

Unter anderem Feuchtemessgeräte, Wärmebildkameras, Endoskope und Rissbreitenmesser, bei Bedarf auch Bauteilöffnungen.

Wann brauche ich einen Bausachverständigen?

Bei der Bauabnahme, bei Streit über Baumängel, vor dem Kauf einer Bestandsimmobilie und zur Beweissicherung vor Bauarbeiten in der Nachbarschaft.

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